Schweizerischer Handball-Verband

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Historie – Handball in der Schweiz

Stand Ende Dezember 2010

Original-Dokument

2010
Die Männer-Nationalmannschaft von Trainer Goran Perkovac feiert in der WM-Vorqualifikation in Zypern einen bemerkenswerten 26:23-Erfolg gegen Weissrussland und schafft den Sprung in die Playoffs. Dort ist gegen Dänemark aber trotz zwei starken Auftritten (27:32, 29:34) nichts zu holen. Für die darauffolgende EM-Qualifikation sind die Schweizer nicht gerade vom Losglück begünstigt. Sie erwischen mit Dänemark, Russland und Weissrussland eine sehr schwierige Gruppe. Trotzdem hätte es im ersten Auswärtsspiel in Russland (34:36) beinahe zu einem Punktgewinn gereicht – wenn der slowakische Delegierte die SHV-Auswahl in der letzten Minute nicht aufgrund eines angeblichen Wechselfehlers zurückgepfiffen hätte. Der vom SHV eingelegte Protest wurde in erster Instanz überraschend gutgeheissen, danach aber aufgrund der ungenügenden Schweizer Resultate wieder zurückgezogen. Die Partie in Russland mit dem gravierenden Fehlentscheid blieb aber für mehrere Wochen das grosse Thema in der Handballschweiz – und auch darüber hinaus.
Die Schweizer Frauen überraschen im März in der EM-Qualifikation mit zwei Siegen gegen Portugal und sichern sich schliesslich den dritten Platz in der Qualifikationsgruppe. Nach dem Rücktritt von Trainer Guido Frei wird die Equipe dabei von Alex Milosevic interimsmässig gecoacht, ehe im Sommer die slowenische Ausbildnerin Marta Bon übernimmt. Die darauffolgende WM-Qualifikation im Dezember schliessen die Schweizerinnen nach einem Sieg gegen Griechenland, einem Unentschieden gegen Aserbaidschan und einer deutlichen Niederlage gegen das starke Mazedonien auf dem dritten Platz ab.
Die U21-Junioren verspielen leichtfertig die grosse Chance, sich für die EM-Endrunde zu qualifizieren. Am Turnier in Helsinki, wo der zweite Platz hinter Spanien gereicht hätte, beziehen die Schweizer eine bittere und vor allem vermeidbare Niederlage gegen Finnland, das darauf anstelle der SHV-Auswahl an der Europameisterschaft teilnehmen darf.
Umso besser schneiden die U19-Junioren ab. Die Equipe von Trainer Michael Suter, die ihr Potenzial schon mehrmals andeutete, schafft das Kunststück, sich auswärts gegen Ungarn für die EM-Endrunde zu qualifizieren. Am Turnier in Montenegro knüpfen die SHV-Junioren an ihre grossen Leistungen an und lassen Siege gegen Island, Deutschland und Schweden folgen. Der sechste Platz ist schliesslich das beste Ergebnis, dass eine SHV-Auswahl an einer EM jemals erreichte – und gleichbedeutend mit der Qualifikation für die U19-WM im Sommer 2011 in Argentinien.
Im Europacup sorgen die Kadetten Schaffhausen für Furore und qualifizieren sich für den Final im EHF-Cup. Auf ihrem Weg dorthin schalten sie mit Frisch Auf Göppingen und Flensburg-Handewitt gleich zwei Teams aus der Bundesliga aus. Erst im Final gegen Lemgo, den nächsten Bundesligisten, ziehen die Schaffhauser trotz eines weiteren grossartigen Auftritts den Kürzeren. Die wiederholt restlos ausverkaufte Schweizersbildhalle platzt gleich mehrmals aus allen Nähten.
Die nationale Meisterschaft der Männer geht an die Kadetten Schaffhausen, die sich ihren vierten Titel sichern. Den Schweizer Cup gewinnt Pfadi Winterthur, das sich im Final gegen die SG GC Amicitia Zürich durchsetzt. Bei den Frauen kommt es zu einer spektakulären Derby-Finalserie zwischen Spono Nottwil und dem LK Zug. Die Zugerinnen setzen sich im fünften und letzten Spiel auswärts im ausverkauften SPZ-Nottwil durch und holen den ersten Meistertitel ihrer Vereinsgeschichte. Cupsieger wird der LC Brühl, der gegen die SG Basel Regio gewinnt. Erstmals überhaupt hat sich damit ein unterklassiges Team für das Endspiel qualifiziert.
An der Delegiertenversammlung in Liestal werden Fredy Isler als ZV-Mitglied bestätigt und der neue Finanzchef René Stamm gewählt. Letzterer ersetzt Stephan Stirnimann, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktritt. Hauptthema der Versammlung sind die gemäss Finanzplan fehlenden Einnahmen, die in der SHV-Jahresrechnung zu einem Verlust führen. Eine ausserordentliche Delegiertenversammlung im November verabschiedet schliesslich einstimmig das neu überarbeitete Wettspielreglement.
 
2009
Die Schweizer Nationalmannschaft feiert in der EM-Qualifikation zwar eindrückliche Siege gegen die Färöer und Italien, verpasst nach Niederlagen gegen Serbien, Bosnien-Herzegowina und Russland den Sprung an die Endrunde aber letztlich deutlich. Die von Olympiasieger Goran Perkovac trainierten Schweizer zeigen dennoch mehrheitlich starke Leistungen und deuten an, dass auch gegen Topteams gute Resultate möglich wären. Die Bestätigung dafür folgt im Herbst, als die Schweizer an einem Vierländerturnier in Österreich gegen EM-Teilnehmer Ukraine mit 29:28 gewinnen.
Das Frauen-Nationalteam erhält für die EM-Qualifikation, die erstmals mit neuem Modus ausgetragen wird, mit Rumänien, der Ukraine und Portugal eine äusserst starke Gruppe zugelost. In den beiden ersten Partien im Herbst gegen die Ukraine (auswärts) und Rumänien (daheim) zahlt das Team von Trainer Guido Frei viel Lehrgeld und verliert jeweils deutlich.
Die U21-Nationalmannschaft vergibt vor heimischem Publikum die grosse Chance, sich für die WM-Endrunde in Ägypten zu qualifizieren. An den drei Spielorten im Kanton Aargau in jeweils vollen Hallen besiegen die jungen Schweizer zuerst Zypern und erkämpfen sich ein Unentschieden gegen Rumänien, ehe im entscheidenden Spiel gegen Estland eine deutliche Niederlage folgt.
In der nationalen Meisterschaft gibt es sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen jeweils einen Double-Gewinner. Der ZMC Amicitia Zürich schafft in der Meisterschaft die souveräne Titelverteidigung und gewinnt den Cup dank einem 45:31-Kantersieg gegen Bern Muri. Bei den Frauen sichert sich der LC Brühl zuerst den Cupsieg (gegen Stadtrivale St. Otmar) und schliesslich den 27. Meistertitel der Vereinsgeschichte.
Auf europäischer Ebene machen die SHL-Teams im Frühjahr beste Werbung für den Schweizer Handball. Mit Amicitia Zürich, Kadetten Schaffhausen (beide Cupsieger-Cup), dem TSV St. Otmar (EHF-Cup) und dem BSV Bern Muri (Challenge-Cup) qualifizieren sich gleich vier Schweizer Clubteams im Europacup für die Halbfinals.
Die Delegiertenversammlung im Juni beschliesst eine strukturelle Änderung in der Führung des Verbands. Die Funktion des Direktors wird abgeschafft. Neu wird ein gegenüber den Leitern der selbständigen Organisationen gleichberechtigter Geschäftsführer eingestellt. Entsprechend wird die Zusammenarbeit mit Direktor Max Schär beendet. Der neue Geschäftsführer heisst Martin Hegglin; er hat seine Arbeit per Januar 2010 aufgenommen.
 
2008
Das Schweizer Nationalteam qualifiziert sich in der WM-Vorqualifikation gegen Italien und Belgien souverän für die Playoffs. Das Heimspiel gegen die Belgier wird als spezieller Event in der Eissporthalle in Arosa vor der schönen Kulisse von 1400 Zuschauern ausgetragen. Die Auslosung beschert dem Team von Trainer Dragan Djukic für die Playoffs dann ausgerechnet den Vize-Weltmeister Polen. Die Schweizer gewinnen zwar das Heimspiel mit 24:22, scheiden aber aufgrund der zu hohen Niederlage im Auswärtsspiel (24:32) am Ende dennoch deutlich aus. Der Vertrag von Dragan Djukic läuft im Sommer aus und wird nicht verlängert.
Das Schweizer Nationalteam wird per Anfang Juli von Goran Perkovac übernommen. Der bisherige Trainer der Kadetten Schaffhausen bringt viel frischen Wind ins Umfeld des Nationalteams. Die Schweizer starten mit einem deutlichen Sieg in Italien in die neue EM-Qualifikation, die erstmals in einer Sechsergruppe mit Hin- und Rückspielen ausgetragen wird. In den beiden Heimspielen gegen Russland (30:31) und Serbien (32:32) zeigt das Team von Goran Perkovac zwei Weltklasse-Leistungen, wird dafür aber am Ende mit nur einem Zähler zu wenig belohnt. Zum Abschluss des Länderspiel-Jahres folgt eine bittere 23:34-Niederlage auswärts gegen Bosnien-Herzegowina.
Das Frauen-Nationalteam scheitert in der WM-Qualifikation in Polen deutlich und kann in vier Spielen nur einen Sieg (28:20 gegen Lettland) verzeichnen. Als Konsequenz tritt in der Folge der gesamte Trainerstab des Teams geschlossen zurück. Die Frauen-Auswahl wird danach interimistisch von U18-Nationaltrainer Guido Frei übernommen.
In der nationalen Meisterschaft liefern sich Aufsteiger Amicitia Zürich und die Kadetten GCZ ein begeisterndes Finale. Nachdem die Schaffhauser den Schweizer Cup für sich entscheiden, schnappen die Zürcher den Kadetten im letzten Saisonspiel dank einem 28:27-Heimsieg noch den Meistertitel weg. Auch international wissen die Schweizer Vertreter zu überzeugen: Die Kadetten verpassen in der Champions League nur ganz knapp den Einzug in die Hauptrunde, kämpfen sich danach aber im Cupsieger-Cup bis in den Halbfinal. Ebenfalls in die Runde der besten vier Mannschaften schafft es Pfadi Winterthur im Challenge-Cup.
Bei den Frauen sichert sich der LC Brühl das Double mit Meistertitel und Cupsieg. Für die St. Gallerinnen ist es bereits der 26. Meistertitel der Vereinsgeschichte.
Der seit einem halben Jahr amtende Zentralvorstand des SHV will die Finanzierung des Verbands langfristig sicherstellen und beschliesst einen neuen Vierjahresplan. Die dafür notwenige Erhöhung der Lizenzgebühren wird an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung am 15. März einstimmig bewilligt.
 
2007
Mit einem stark verjüngten Team gelingt Dragan Djukic eine verlustpunktlose Vorqualifikation zur EM 2008 in Norwegen, verspielt diese Chance aber im Play-off Hinspiel in Weissrussland leichtfertig. Die Schweiz ist damit nicht zum viertenmal in Folge am wichtigsten europäischen Grossanlass im Männerbereich. Am 31. Januar beschliessen die Präsidenten der SHL- und NL-Männer-Vereine den Zusammenschluss zu einer Organisation des Spitzenhandballs Männer. Diese wird unter dem Namen Swiss Handball League geführt und umfasst die NLA und NLB
Die Frauen des LC Brühl St. Gallen stellen einen neuen Rekord auf: Sie feiern den 25. Schweizermeister-Titel! 
Am 21. Mai wird die bisherige Nationalliga aufgelöst und anschliessend die Nationalliga Frauen (NLF) gegründet
An der DV wird die zweite Etappe der neuen Organisation verabschiedet: der Zentralvorstand besteht neu aus einem Präsidenten und fünf weiteren gewählten Mitgliedern. Die SHL, NLF und RPK sind weiterhin selbständige Organisationen innerhalb des SHV und mit mehr Kompetenz und Verantwortung im operativen Bereich. Die seit 2001 bestehende Delegation von Interessenvertretern der verschiedenen SHV-Gremien in den Zentralvorstand ist damit aber beendet. Die Strategische und Operative Kompetenz und Verantwortung sind nun klar getrennt. Als neuer Zentralpräsident wird Ulrich Rubeli (Langenthal) gewählt.
 
2006
Die Männer–EM in der Schweiz vom 26. Januar – 5. Februar stellt neue Rekorde auf: Rund 800 Medienschaffende berichten,120 TV- und Radiostationen sind anwesend, über 760 Millionen TV-Zuschauer erleben in rund 700 Übertragungsstunden die sportlich beste Handball-Euro aller Zeiten mit einem verdienten Europameister Frankreich! An den 20 Spieltagen in den Hallen von Basel, Bern, St. Gallen, Sursee und zum Finale im neuen Hallenstadion Zürich war die Hallenauslastung über 90%, an 13 Spieltagen waren die Hallen restlos ausverkauft, darunter die Halbfinal und Finalspiele mit je 11'000 Zuschauern. Unter der Leitung des OK-Präsidenten Martin Rutishauser haben ein Zentrales OK und die Lokalen OK’s in den Spielorten hervorragend gearbeitet. Besondere Annerkennung von allen teilnehmenden Mannschaften und Funktionären erhielten aber die rund 1500 Ehrenamtlichen, welche mit unglaublichem Engagement und Herzblut aus der Euro06 ein unvergessliches Erlebnis machten. 
Ausgehend von den Vorgaben von Swiss Olympic betreffend Corporate Governance und der immer schwieriger gewordenen Verbandsführung aufgrund der Struktur 2001 entscheidet der Zentralvorstand eine Neuorganisation in zwei Etappen durchzuführen. Die erste Etappe betrifft die Operative Leitung, welche in eine prozessorientierte Struktur unter der Leitung eines angestellten Verbandsdirektors überführt wird. Am 1. April übernimmt der Rekordinternationale Max Schär (279 Länderspiele) die Stelle des Verbandsdirektors
Ende Juni tritt Arno Ehret als Männer-Nationaltrainer zurück. Sein Nachfolger wird Dragan Djukic (Serbien).
 
2004
An der Euro04 in Slowenien erreicht die Schweiz die Hauptrunde und rangiert am Schluss auf dem sehr guten 12. Platz. Wenig hat gefehlt und die Schweiz wäre in die Top 6 gelangt. Die Frauen-Nationalmannschaft qualifiziert sich erstmals für die EM-Play-off Spiele: nach einem Unentschieden im Hinspiel in Herisau sind die Schwedinnen im Rückspiel vor 11'200 Zuschauern in Göteborg deutlich stärker und fahren zur EM in Ungarn. Am EHF-Kongress auf Zypern wird der Schweiz die Organisation der Männer –EM 2006 zugesprochen.
 
2003
Die U21-Männer-Nationalmannschaft qualifiziert sich gegen den amtierenden Weltmeister Russland für die U21-WM in Brasilien und erreicht dort den hervorragenden 6. Rang. Dies ist das erste Resultat aus den von Arno Ehret im Jahr 2001 gestarteten Fördermassnahmen. 
Die Männer-Nationalmannschaft besiegt in einem spannenden Play-Off die Türkei und qualifiziert sich für die Männer EM 2004 in Slowenien.
 
2002
Die Männer-Nationalmannschaft erlebt in Schweden die EM-Feuertaufe und scheidet nach der Vorrunde unglücklich aus. Es resultiert der 13. Rang von 16 Teilnehmern.
 
2001
Am 25. Januar gründen die Präsidenten der NLA-Vereine Männer von GC, Kadetten SH, Otmar SG., Pfadi Winterthur, TV Suhr und Wacker Thun die Swiss Handball-League (SHL). Die SHL bleibt aber Teil der NL. 
Dank der Mediatortätigkeit des Ehrenmitgliedes und Generalsekretärs von Swiss Olympic Martin Rutishauser gelingt es die Interessen von Spitze und Breite wieder auf ein gemeinsamen Nenner zu bringen und der bisherige Vizepräsident Willy Tobler (Lyss) wird neuer Zentralpräsident. 
Mit der Struktur 2001 sind die Swiss Handball-League (SHL), die Nationalliga (NL) und die Regionalpräsidentenkonferenz (RPK) selbständige Organisationen innerhalb des SHV. Die SHL und NL delegieren je einen und die RPK zwei Mitglieder in den Zentralvorstand. Dieser besteht nun aus 4 von der DV gewählten und 4 delegierten Mitgliedern. 
Die Schweiz ist Gastgeber der XXIII. U21-Junioren-Weltmeisterschaften. Die 82 WM-Spiele werden in 24 Spielorten in der ganzen Schweiz und eine mit einer ausserordentlichen Publikumsresonanz ausgetragen. Dem Finalspiel Spanien –Russland in der St. Jakobshalle in Basel nehmen rund 5000 Zuschauer teil und erleben einen überraschenden Weltmeister Russland (erst als Ersatznation ins Turnier nachgerückt). Die Schweiz platziert sich im 15. Rang von 24 Teilnehmern. Die Männer-Nationalmannschaft qualifiziert sich dank eines mehr erzielten Auswärtstores gegen Ungarn zum erstenmal seit den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta wieder für einen Grossanlass. Die EM 2002 in Schweden!
 
2000
Arno Ehret kehrt als Nationaltrainer in die Schweiz zurück und startet einen Neuanfang im Männerbereich, der nebst der Männer-Nationalmannschaft auch die Nachwuchs-Nationalmannschaften U17, U19 und U21 umfasst. 
Obwohl sportlich damit eine gute Basis gelegt wurde, rumorte es in den Verbandsetagen gewaltig: Ende Jahr treten der Zentralpräsident, der Chef Leistungssport und der Zentralsekretär von Ihren Ämtern zurück.
 
1999
Die Delegiertenversammlung wählt Erich Thoma (Stans) zum Zentralpräsident. Ausgehend vom vor allem in den südeuropäischen (Ferien)Destinationen lancierten Beachhandball-Turnieren, werden an den Schweizer-Seen erste Beachanlagen hergerichtet und in der handballfreien Sommerzeit lokale Plauschturniere veranstaltet.
 
1997
An der Delegiertenversammlung wird die Nationalliga (Männer + Frauen) als Selbständige Organisation innerhalb des SHV bestätigt und der NL-Präsident erhält als einziges nicht von der DV gewähltes Mitglied im Zentralvorstand Sitz und Stimme.
 
1996
Der neue Männer-Nationaltrainer Armin Emerich (Deutschland) führt die Schweiz bei den Olympischen Sommerspielen in Atlanta auf den 8. Rang. Die ergibt das dritte Olympische Diplom und der Fahnenträger der Schweizerdelegation ist der Captain der Männer-Nationalmannschaft Stefan Schärer.
 
1995
An der WM in Island wird die Männer-Nationalmannschaft interimistisch von Urs Mühlethaler und Halid Demirovic betreut und erreicht den hervorragenden 7. Platz. Dieser ist gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 1996 in Atlanta (USA)
 
1994
Arno Ehret folgt dem Ruf des Deutschen Handball-Bundes und wird Trainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Sein Nachfolger wird Gunnar Blombäck (Schweden), der aber schon nach einem Jahr zurücktreten muss.
 
1993
An der A-WM in Schweden erreicht die Schweiz unter Arno Ehret das bisher beste Resultat: im kleinen Finale gegen Schweden resultiert zwar eine Niederlage aber trotzdem der hervorragende 4. Platz. Weltmeister wird die UdSSR. Marc Baumgartner wird Torschützenkönig und ins Allstar-Team gewählt. Die Schweizer Sportjournalisten wählen Arno Ehret zum Trainer des Jahres.
 
1992
Die Schweiz gehört zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Handball Föderation und stellt in der Person von Karl Güntzel den Schatzmeister. Der SHV organisiert die erste Jugend-Europameisterschaft im Raum Winterthur. Michael Funk (Zürich) wird neuer Zentralpräsident und führt den SHV eine neue prosperierende Phase.
 
1990
Die Schweiz bezwingt beim Startspiel der A-WM in der CSSR zwar den Gastgeber, scheitert dann aber in der Partie gegen Südkorea an den eigenen Nerven. Dieser Patzer führt die Schweiz in die Abstiegsrunde und zuletzt auf Platz 13. Weltmeister wird Schweden.
 
1989
Bei der B-WM in Frankreich sichert sich die Schweiz mit dem Rang 6 den Startplatz bei der A-WM in der CSSR
 
1987
Die Delegiertenversammlung wählt Martin Keller (Zofingen) zum Zentralpräsident
 
1986
Die Schweiz ist Gastgeber der 11. Handball-Weltmeisterschaften (A-WM). „Eine WM für die ganze Schweiz“ ist das Motto und gespielt wird in 11 Hallen von Genf bis St. Gallen. Weltmeister wird im Zürcher Hallenstadion vor 13'000 Zuschauern Jugoslawien, das im Endspiel Ungarn bezwingt. Die Schweiz erreicht Rang 11. Nach der WM übernimmt Arno Ehret, als Spieler mit Deutschland im Jahr 1978 Weltmeister, das Amt des Männer-Nationaltrainers.
 
1984
Die Schweiz und die BRD rücken nach dem Boykott einiger Ostblock-Staaten ins Olympische Handballturnier in Los Angeles nach. Dort erreicht das Team von Sead Hasanefendic mit dem Sieg über Spanien den 7. Platz und damit das zweite Olympische Diplom nach 1980. Olympiasieger wird Jugoslawien.
 
1983
Die Schweiz erreicht an B-WM in den Niederlanden nach Sieg gegen Spanien und Unentschieden gegen die BRD den 5. Platz und verpasst knapp die Qualifikation zu den OS in Los Angeles.
 
1982
An der A-WM in der BRD wird die UdSSR Weltmeister und die Schweiz erreicht nach einem gloriosen Unentschieden gegen Gastgeber BRD den 12. Platz.
 
1981
Die Schweiz erreicht beim ersten offiziellen Turnier unter Sead Hasanefendic an der B-WM in Frankreich Rang 5 und qualifiziert sich für die nächste A-WM.
 
1980
Kurz vor den Olympischen Sommerspielen in Moskau verlässt Pero Janic das Team. Vinko Kandjia übernimmt den Posten des Nationaltrainers interimistisch . Die Schweiz beendet die Olympischen Spiele im 8. Rang mit einem Olympischen Diplom. Kurz darauf wird Sead Hasanafendic (Jugoslawien) als neuer Nationaltrainer verpflichtet.
 
1979
Die Männer-Nationalmannschaft erreicht an der B-WM in Spanien den 2. Rang, qualifiziert sich für die Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau und wird von den Schweizer Sportjournalisten erneut zur Mannschaft des Jahres gewählt.
 
1978
Die Schweiz gewinnt unter Pero Janic die in der Schweiz ausgetragene C-Weltmeisterschaft und steigt in die B-Gruppe auf. Mit nachfolgenden Siegen gegen Weltmeister Rumänien, UdSSR und Ungarn an der Jugoslawien-Trophäe, sowie in Länderspielen gegen die CSSR und die DDR schliesst die Männer.--Nationalmannschaft ein besonders erfolgreiches Jahr ab und wird von den Schweizer-Sportjournalisten zur Mannschaft des Jahres gewählt.
 
1976
Die Schweiz erreicht unter Nationaltrainer Pero Janic (Jugoslawien) in Portugal bei den C-Weltmeisterschaften den 3. Rang und steigt in die B-Gruppe auf
 
1975
Der Club der Ehemaligen Handball-Internationalen (CeHI) wird gegründet. Präsident ist Otto Schwarz (Zürich).
 
1974
Am 7. Dezember wird der Schweizerische Handball-Verband (SHV) gegründet. Erster Zentralpräsident ist Bruno Freivogel (Basel).
 
1973
Neben der Männer-Nationalmannschaft werden die Frauen- und die Junioren-Nationalmannschaft gegründet.
 
1970
Der LC Brühl St. Gallen wird erster Schweizer Hallenhandball-Meister bei den Frauen.
 
1969
Mit Irislav Dolenec (Jugoslawien) wird er erste vollamtliche Trainer der Männer-Nationalmannschaft angestellt. Gleichzeitig wird die Feldhandball-Nationalmannschaft aufgelöst.
 
1966
An der Feldhandball-Weltmeisterschaft in Österreich resultiert für die Schweiz nur der 5. Platz. Weltmeister wird einmal mehr die BRD.
 
1963
Die Schweiz ist erneut Gastgeber der Feldhandball-Weltmeisterschaft. Weltmeister wird die DDR und die Schweiz gewinnt die Bronzemedaille.
 
1959
An der Feldhandball-Weltmeisterschaft in Österreich erreicht die Schweiz nur den 5. Platz. Weltmeister wird die BRD.
 
1955
Die Schweiz gewinnt an der Feldhandball-Weltmeisterschaft in der BRD die Silbermedaille. Weltmeister wird die BRD. In der Schweiz werden die ersten Junioren-Meisterschaften ausgetragen.
 
1954
Die Schweiz nimmt an der 2. Hallenhandball-Weltmeisterschaft in Schweden teil und erreicht den 4. Rang. Weltmeister wird Schweden.
 
1952
Die Schweiz ist Gastgeber der Feldhandball-Weltmeisterschaften. Sieger wird die BRD und die Schweiz gewinnt die Bronzemedaille.
 
1950
Der Grasshopper-Club Zürich wird erster Hallenhandball-Schweizermeister. Gespielt wurde an 6 Spielorten: Zürich, Baden, Basel, Bern, Biel und das Finale in St Gallen.
 
1949
Erstes Hallenhandball-Länderspiel gegen Finnland in der Mustermesse Basel endet mit einem 7:4 Sieg.
 
1948
Die Schweiz gewinnt die Bronzemedaille bei den Feldhandball-Weltmeisterschaften in Frankreich. Weltmeister wird Schweden.
 
1946
Am 11. Juli wird die Internationale Handball Federation gegründet. Die Schweiz gehört zu den 12 Gründungsmitgliedern und der Geschäftssitz ist seit der Gründung in Basel.
 
1939
Am 11. März unterzeichnen der Schweizer Fussball-Athletikverband (SFAV) und der Eidgenössische Turnverband (ETV) einen Vertrag und gründen mit dem Schweizerischen Handball-Ausschuss (HBA) den Vorgänger des heutigen SHV.
 
1936
Bei den Olympischen Sommer-Spielen in Berlin holt sich die Schweiz im Feldhandball die erste und bisher einzige Olympische Medaille: Bronze!
 
1935
Die Schweiz trägt ihr erstes offizielles Feldhandball-Länderspiel gegen Deutschland aus und verliert 6:14.
 
1932
Die erste Feldhandball-Meisterschaft wird mit 23 Mannschaften ausgetragen. Die Ränge 1 –3 teilen sich die Basler-Mannschaften von TV Abstinenten, BTV und TV Amicitia.
 
1930
Die Schweiz wird Mitglied im internationalen „Amateur Handball Verband“ und wird dort vertreten durch Delegierte des Schweizerischen Fussball-Athletik Verbandes (SFAV).
 
1927
Die erste Feldhandball-Meisterschaft endete mit dem Sieg des TV Abstinenten Basel.
 
1924
Vier Mannschaften nahmen am Feldhandball-Turnier teil, das erstmals im Rahmen der eidgenössischen Spieltage in Basel durchgeführt wurde. Sieger wurde der TV Abstinenten Basel.
 
1923
Unter den Einflüssen Deutschlands, wo aus dem Fussball heraus bereits seit einiger Zeit Handball auf speziell gezeichneten Fussballfeldern gespielt wurde, gründeten einige Mitglieder des Turnverein Abstinenten Basel eine Handball-Sektion.
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